Wild, bedrohlich und fremd? Russland eine interdisziplinäre fotografische Annäherung

Ukrainischer St. Georg im Kampf mit der zweiköpfigen Hydra, Kyjiv ©Markus Saul

Ukrainischer St. Georg im Kampf mit der zweiköpfigen Hydra, Kyjiv ©Markus Saul

Vernissage: Galerie im Köppenhaus Greifswald: Donnerstag, 22.01.2015, 19.00 Uhr, Eintritt frei.
Ausstellungsdauer: bis 21.02.2015, Di-Sa 14-18 Uhr, Eintritt frei.

Bilder prägen auf vielfältige Weise unser Leben. Nicht erst die gegenwärtige Krise um Russland, die Ukraine und Europa hat die Frage nach Identitätskonstruktionen mit Hilfe von Fotografien und ihnen nahestehenden Formen in Ost- und West in den Mittelpunkt gerückt.

Ausgehend von einer Lehrveranstaltungsreihe zur Symbolpolitik haben Studierende am Institut für Slawistik der Greifswalder Universität unter Anleitung von Ute Marggraff vom Lehrstuhl Slawische Literaturwissenschaft und der Greifswalder Fotografin und Diplomgeografin Eva Held sowie in Zusammenarbeit mit renommierten FotografInnen und freien KünstlerInnen aus Deutschland, Russland und der Ukraine ästhetisch und politisch brisante Bildzeugnisse zusammengetragen, um den in unterschiedlichen Formen gespeicherten Selbstfindungsprozess kreativ nachzuzeichnen, zu analysieren und wissenschaftlich zu kommentieren.

Zu den in den Blick genommenen, spannungsreich Eigenes und Fremdes mischenden, vielschichtigen, zum Teil eigensinnigen Konstrukten, zählen nicht nur in deutschen, russischen, polnischen und ukrainischen Medien veröffentliche Fotografien und Collagen, sondern vor allem im Stadtbild in Mittel- und Osteuropa aufgespürte Denkmäler, Graffiti und Plakate, die von den AusstellungsmacherInnen auf überraschende Weise mit gut bekannten, im kollektiven Unterbewußten Westeuropas gespeicherten Beispielen aus der eigenen Geschichte konfrontiert werden.

Darüber hinaus werden liebevoll recherchierte Details aus der Alltagskultur (Postkarten, Collagen, Gemälde, Tagebuchaufzeichnungen…) gezeigt, die nicht selten einen Gegensatz zwischen offizieller Politik und dem ganz individuellen Empfinden der Menschen spiegeln.

Die Ausstellung spricht ein Publikum an, das interessiert ist, diese ikonografischen Akzentuierungen und Verflechtungen des „Eigenen“ und des “Fremden“ aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick zu nehmen und mit den eigenen Sehgewohnheiten und Erfahrungen zu vergleichen.

Die Ausstellung wird finanziell gefördert von der Sparkasse Vorpommern und dem Rektorat der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald sowie der Gesellschaft von Freunden und Förderern und dem International Office der hansestädtischen Universität.

 

Advertisements
Zitat | Dieser Beitrag wurde unter Aktuelle Beiträge, Alle Beiträge veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s