Evgenij Matveev aus Sankt Petersburg zu Gast am Institut für Slawistik

Am 26.10.2016 war Evgenij Matveev von der Universität St. Petersburg am Institut für Slawistik zu Gast. In seinem Vortrag begeisterte er die Anwesenden mit einer lebendig vorgetragenen Gedichtsanalyse, deren Ziel es war, unterschiedliche Formen der Intertextualität im Werk Georgij Ivanovs aufzudecken. Den vielen Rückmeldungen war zu entnehmen, dass der junge Wissenschaftler aus Petersburg auf gelungene Weise einen Poeten vorstellte, der  am Ende seines Lebens in Auseinandersetzung mit den Plattitüden der Stalinzeit hochartifizielle Texte verfasste. So griff er u.a. auf den Symbolisten A. Blok zurück, um, zumindest für Eingeweihte sichtbar, eine Faden von der Antike über die Zeit des Bürgerkieges bis hinein in seine Gegenwart zu schlagen. Besonders das „Scheegefängnis zudeckende Weihnachtstännchen“, und „Komsomolzinnen, die (ahnungslos) über den Gräbern der im Krieg getöteten und ins Meer versenkten weißen Offiziere tauchen, boten Gelegenheit, über Text und Subtext an der Wende zur Tauwetterzeit neu nachzudenken. Fotos: Britta Holtzimg-20161026-wa0001img-20161027-wa0000

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