„Arkona, wir waren da! Und wir kommen wieder!“ Exkursion auf den Spuren Svantevits. 7. Februar 2018

Zu Semesterende erkundeten Studierende am Institut für Slawistik den nördlichsten Punkt der Insel Rügen auf ihre Weise. Zusammen mit Fred Ruchhöft vom Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege begaben sie sich auf die Suche nach Überresten, die in einem Zusammenhang mit der wechselvollen Geschichte der Ranen stehen. Die Ranen zählen  zu den Stämmen, die im Zuge der  sog. Westwanderung der Slawen einst bis in unsere Region gelangt waren und hier im engen Kontakt mit anderen siedelten. Hatten die ExkursionsteilnehmerInnen während des Semesters vor allem Quellen und literarische Texte in den Blick genommen, die sich auf Arkona und den vorgeblich von den Slawen verehrten Gott Svantevit bezogen, galt Ihr Interesse nun den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort.

Der Versuch, Bekanntes und Unbekanntes neu zu verbinden, wurde belohnt. Die Wintersonne verjagte die ossianschen Nebelschwaden und tauchte die Ausgrabungsstätte in ein klares Licht. Der bläulich schimmernde Himmel spiegelte sich im Meer. Die Stelle, an der hölzerne Überreste eines oft als Tempel bezeichneten Kultplatzes unter eine Kreideschicht im Meer lagern, bot sich auf überraschende Weise in einem Farbspiel von Grün und Blau dar. Beeindruckt von diesem Naturschauspiel, sprachen die vor Ort Anwesenden über Fakten und Fiktion. Im Austausch mit dem Archäologen, der als Grabungsleiter auf Arkona tätig ist, gelangten sie so zu neuen Erkenntnissen über die wechselvolle Geschichte des Areals und seiner Bewohner. Aus heutiger Sicht erscheint es interessant, dass hier Slawen in engem Kontakt mit Nachbarn und auch Fernhändlern siedelten. Sie „teilten“ mit diesen Ereignisse persönlicher, aber auch weltgeschichtlicher Art. So leitete die Eroberung Arkonas durch ein dänisches Heer unter Waldemar I.  1168 die späte Christianisierung Rügens ein. An damit Verbundenes  soll ein Festakt erinnern, der im Juni in Altenkirchen stattfinden wird. Die Studierenden werden daran teilnehmen. Ihre winterlichen Neuerkundung und Inspirationen jedoch hielten sie schon jetzt in Bild und Ton fest, so dass sie zum gegebenen Zeitpunkt darauf zurückgreifen können.

 

 

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