Anliegen „Augen auf!“

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Vorliegender Blog präsentiert Erträge eines Dialogs, den Theaterpraktiker und Künstler sowie Studierende und Lehrende am Institut für Slawistik der Universität Greifswald mit Texten der polnischen Dramatik aber natürlich auch immer wieder miteinander geführt haben. Er soll als Plattform Einblicke in das Theaterleben in Deutschland und Polen, und vor allem in die Rezeption polnischer und deutsch-polnischer Stücke am Beginn des 21. Jahrhunderts in Polen und im Ausland ermöglichen und dabei einen Reflexionsraum schaffen, um Gleichgesinnte zu vernetzten, Anregungen zu vermitteln und einen lebendigen Austausch zu fördern.

Das Seminar „Polnisches Drama in Theater und Film“ fand im Wintersemester 2012/13 statt, angelegt als reguläre Lehrveranstaltung im Rahmen des gängigen Vorlesungsverzeichnisses. Es nahmen theaterbegeisterte Studierende mit unterschiedlichen Fächerkombinationen teil. Zunächst beabsichtigte das Seminar konkrete Einblicke in Aufführungen und Verfilmungen von Schlüsselwerken der zeitgenössischen polnischen Dramatik im In- und Ausland zu geben.

In den Jahren zuvor waren Studierende vor allem nach Berlin oder Szczecin gefahren, um sich Liveinszenierungen von Stücken aus dem slawischen Kulturraum anzuschauen. Doch in diesem Jahr kam ein begünstigender Umstand hinzu: Beim Durchforsten des Programmheftes des für Oktober geplanten Festivals PolenmARkT in Greifswald stießen die SeminarteilnehmerInnen neben Lesungen und Vorträgen auf zahlreiche Theateraktivitäten. Nichts lag also näher, als diese mit einzubeziehen.

Befördert wurde das Vorhaben dadurch, dass ein Teil der SeminarteilnehmerInnen nicht nur gern und regelmäßig ins Theater geht, sondern selbst in Theatergruppen und Chören aktiv ist.

So wurden bestehende Kontakte aktiviert, erneuert und vertieft.

Nicht nur bei Open-Air, der fiktiven Radioliveshow „Trylogia“, die unter der Leitung des Regisseurs Oliver Spatz im Vorpommerschen Landemuseum über die Bühne ging, waren die deutschen und polnischen Studierenden mit dabei. Lesungen und Vorträge sowie Aufführungen polnischer zeitgenössischer Theater wurden besucht und im Anschluss im Seminar besprochen.  Die Eindrücke wurden in Rezensionen festgehalten, an denen ein Kreis von Gleichgesinnten feilte.

Den zeitlichen Rahmen des Seminars sprengte auch ein workshop, auf dem die am polnischen Theater Interessierten mit Oliver Spatz über Rezeptionsblockaden  diskutierten und den Spezialisten für deutsch-polnische Theaterunternehmungen ins Kreuzfeuer nahmen, um sogenannte borderbreaker, also Gegenmittel gegen Rezeptionsverluste bei der Aufführung im deutschsprachigen Kulturraum zu entwickeln.

Nun werden bereits Pläne geschmiedet, die über das laufende Semester hinausgehen. Auch diese Aktivitäten soll der Blog zukünftig spiegeln und einem breiteren Publikum zugänglich machen.

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